Das Gelbfiebervirus wird durch Stechmücken übertragen und äußert sich in den meisten Fällen mit Fieber, Übelkeit und Schmerzen. In einer kleinen Zahl von Infektionsfällen kommt es zu schweren, mitunter tödlichen Verläufen.
Ob eine Gelbfieberimpfung empfohlen oder für die Einreise vorgeschrieben ist, hängt vom Reiseziel, der Route, möglichen Transitaufenthalten und dem persönlichen Risiko ab. Die Gelbfieberimpfung darf nur durch speziell weitergebildete Ärztinnen und Ärzte in einer sogenannten Gelbfieber-Impfstelle verabreicht werden.
Der Impfschutz setzt bei den meisten Geimpften nach etwa 10 Tagen ein. Eine Impfung bietet in der Regel lang anhaltenden Schutz. Häufig kann die Impfung milde, grippeähnliche Symptome auslösen. Sehr selten können schwere Impfkomplikationen auftreten.
Bei Personen ab 60 Jahren ist wegen eines erhöhten Risikos schwerer Nebenwirkungen die Indikation für eine Erstimpfung streng zu stellen. Schwangeren sollte der Impfstoff nur nach strenger Risiko-Nutzen-Abwägung verabreicht werden. Bei immunsupprimierten Personen ist die Impfung kontraindiziert; bei einer HIV-Infektion sollte nur bei vorhandener Immunfunktion geimpft werden.
Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, darf die Impfung bei Allergie gegen Hühnereiweiß nicht erfolgen. Nach einer passiven Impfung mit Immunglobulinen sollte zu Impfungen allgemein ein Abstand von mindestens drei Monaten eingehalten werden. Andere Lebendimpfstoffe, etwa gegen Mumps, Masern oder Röteln, sollten entweder gleichzeitig oder mit einem Abstand von vier Wochen verabreicht werden.